Therapiezentrum Ober-Ramstadt

Arztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Jan  Schuhmacher  und  Kollegen

 Der Berufsstand der Ärzte für Neurologie ist alt und geht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Diese Fachärzte werden auch als "Neurologen" bezeichnet und beschäftigen sich weniger mit der Psyche, als mit den strukturellen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, z.B. Lähmungen, angeborene oder unfallbedingte Nervenkrankheiten und Ähnlichem. Für die Diagnostik werden häufig technische Geräte benötigt und technische Fremdbefunde wir Röntgenaufnahmen herangezogen. Die Neurologie entwickelte sich aus der Anatomie (Lehre vom Körper) und der Histologie (mikroskopische Zellkunde) und ist daher ein weitgehend organmedizinisch orientiertes Fachgebiet, allerdings wegen des Aufgabengebietes "Nervensystem" mit vielen Schnittstellen zur Psychiatrie und Psychotherapie. Daher ist die Erlangung eines Grundwissens in den Fächern Psychiatrie und Psychotherapie in die Ausbildung integriert. Viele "neurologische" Erkrankungen lassen sich nur medikamentös behandeln, manche nur neurochirurgisch. Bis 2001 gab es aufgrund der vielen Überlappungen der Fachgebiete Neurologie und Psychiatrie die Möglichkeit, zwei separate Facharztausbildungen, nämlich in Neurologie und in Psychiatrie zu absolvieren und der Arzt konnte sich dann "Nervenarzt" oder "Arzt für Nervenheilkunde" nennen. Diese Titel sind nicht mehr existent und die Fachbereiche sind heute getrennt. Oft arbeiten Psychiater und Neurologen aber in Gemeinschaftspraxen zusammen. Ausbildung:
Medizinstudium von mindestens 6 Jahren an einer Universität, Abschluss nach drittem Staatsexamen mit Approbation als Arzt.
Danach berufsbegleitende Facharztweiterbildung (während klinischer und praktischer ärztlicher Tätigkeit) von mindestens 5 Jahren, davon 2 Jahre Neurologie, 1 Jahr Psychiatrie und Psychotherapie und 1 Jahr in einem anderen ärztlichen (nahestehenden) Fachgebiet. Die Ausbildung in Psychotherapie vermittelt nur Grundkenntnisse. Die Stundenanzahl der Ausbildungsfälle, der Theorieausbildung und der Weiterbildungsinhalte sind durch die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern genau festgelegt und können dort nachgelesen werden. Abschluss mit Facharztprüfung. Tätigkeit:
Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sind in der Regel entweder an Neurologischen Kliniken, Schlaganfallzentren ("Stroke-Units"), neurochirurgischen Kliniken, aber auch in Psychiatrischen Kliniken tätig, oder sie sind in eigener Praxis niedergelassen, in der das Hauptaufgabengebiet in der Diagnostik und medikamentösen Behandlung neurologischer Erkrankungen besteht. Mit Abschluss ihrer Facharztqualifikation (nach also mindestens insgesamt 11 Jahren Ausbildung) sind sie berechtigt, über die Kassenärztliche Vereinigung die "Kassenzulassung" für alle gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten. Für private Krankenkassen haben sie die Zulassung bereits nach Abschluss des Medizinstudiums automatisch erworben. Grundsätzlich sind alle Ärzte berechtigt, Medikamente, Heilmittel und Physiotherapie zu verordnen, als auch eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.

Arzt für Neurologie