Therapiezentrum Ober-Ramstadt

Arztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Jan  Schuhmacher  und  Kollegen

 Der Arzt für Psychiatrie wird landläufig auch als "Psychiater" bezeichnet: Die Ärzte dieses Berufsstandes und die "Neurologen" (s.a. dort) gibt es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts, also 150 bis 200 Jahre lang. Auf diese Ärzte gehen die Anfänge der wissenschaftlich begründeten Psychotherapie zurück. Der Berufsstand des Psychologen entstand dagegen erst rund 100 Jahre später (s. unter dieser Rubrik). Das Berufsbild der Psychiater war in den letzten Jahrzehnten einem starken Wandel unterworfen. Waren sie ursprünglich die Begründer der Psychotherapie von Menschen mit therapierbaren, neurotischen Leiden, so wurden sie, zum Teil durch den Einfluss der modernen Pharmakotherapie zunehmend zu Behandlern der ansonsten schwer therapierbaren, schwereren psychischen Krankheiten, der sog. affektiven Störungen, zu denen vor allem die Schizophrenie und die schwere Verlaufsform der manisch-depressiven Erkrankung gehören, aber auch die Behandlung von Suchtkrankheiten und anderen schwer heilbaren Krankheiten. Dabei trat der Einsatz der Psychotherapie zugunsten der medikamentösen Behandlung immer mehr in den Hintergrund. Die meisten Psychiater arbeiten heute vorwiegend durch Verordnung von Psychopharmaka und stützenden Kurzgesprächen, obwohl sie auch die Qualifikation für Psychotherapie haben. Ausbildung:
Medizinstudium von mindestens 6 Jahren an einer Universität, Abschluss nach drittem Staatsexamen mit Approbation als Arzt.
Danach berufsbegleitende Facharztweiterbildung (während klinischer und praktischer ärztlicher Tätigkeit) von mindestens 5 Jahren, davon 2 Jahre Psychiatrie und Psychotherapie, 1 Jahr Neurologie und 1 Jahr in einem anderen ärztlichen (nahestehenden) Fachgebiet. Während dieser Weiterbildungszeit praktische und theoretische Ausbildung in Psychotherapie einschließlich Selbsterfahrung und Supervision von Ausbildungsfällen. Die Stundenanzahl der Ausbildungsfälle, der Theorieausbildung und der Weiterbildungsinhalte sind durch die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern genau festgelegt und können dort nachgelesen werden. Abschluss mit Facharztprüfung. Tätigkeit:
Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sind in der Regel entweder an Psychiatrischen Kliniken, an forensischen Einrichtungen, in Suchtkliniken, gelegentlich auch in Psychosomatischen Kliniken oder an Reha-Kliniken tätig, oder sie sind in eigener Praxis niedergelassen, in der das Hauptaufgabengebiet in der medikamentösen Behandlung psychischer Erkrankungen unter Zuhilfenahme begleitender psychotherapeutischer Gespräche besteht. Mit Abschluss ihrer Facharztqualifikation (nach also mindestens insgesamt 11 Jahren Ausbildung) sind sie berechtigt, über die Kassenärztliche Vereinigung die "Kassenzulassung" für alle gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten. Für private Krankenkassen haben sie die Zulassung bereits nach Abschluss des Medizinstudiums automatisch erworben. Grundsätzlich sind alle Ärzte berechtigt, Medikamente, Heilmittel und Physiotherapie zu verordnen, als auch eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.

Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie