Therapiezentrum Ober-Ramstadt

Arztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Jan  Schuhmacher  und  Kollegen

 Diese Ärzte werden oft auch als "Psychosomatiker" bezeichnet. Der Titel ist als eigenständige Facharztqualifikation erst 1992 in Deutschland eingeführt worden und hieß zunächst "Facharzt für Psychotherapeutische Medizin" wurde dann aber im Rahmen einer Novellierung der Weiterbildungsordnung 2003 durch den Deutschen Ärztetag in "Arzt (bzw. Facharzt) für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie" umbenannt. Die Besonderheit des Stoffgebietes liegt in der Verbindung der Medizin und der Psychotherapie, der Lehre von der Verbindung von Körper und Geist i.S. einer Einheit, die gleichermaßen mit diesen beiden Anteilen auf Umweltreize und zwischenmenschliche Beziehungen reagiert. Der Arzt interessiert sich also nicht nur für die Organe des Menschen, sondern auch für seine Biografie, Lebenshintergründe, Lebensweise, Anschauungen und seine sozialen Beziehungen und versucht, Krankheiten im Zusammenspiel dieser vielen Faktoren ganzheitlich zu verstehen, um mit dem Patienten Lösungswege aus den krankmachenden Bedingungsfaktoren zu finden. Psychosomatik bedeutet nicht - wie viele glauben - dass man versucht die Ursache eines körperlichen Leidens krampfhaft in der Psyche zu suchen, sondern vielmehr die Gesamtheit der Wechselwirkungen zwischen Seele und Körper zu erfassen und anhand der gefundenen Analogien oder Zusammenhänge die individuelle Bedeutung einer Erkrankung zu verstehen, damit man einen ebenso individuellen Weg aus dieser Erkrankung finden kann. Dies geschieht dann mithilfe der Psychotherapie, die neben dem Medizinstudium wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist. Ausbildung:
Medizinstudium von mindestens 6 Jahren an einer Universität, Abschluss nach drittem Staatsexamen mit Approbation als Arzt.
Danach berufsbegleitende Facharztweiterbildung (während klinischer und praktischer ärztlicher Tätigkeit) von mindestens 5 Jahren, davon 1 Jahr Psychiatrie, 1 Jahr Innere Medizin und 3 Jahre Psychosomatische Medizin. Während dieser Weiterbildungszeit praktische und theoretische Ausbildung in Psychotherapie einschließlich Selbsterfahrung und Supervision von Ausbildungsfällen. Die Stundenanzahl der Ausbildungsfälle, der Theorieausbildung und der Weiterbildungsinhalte sind durch die Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern genau festgelegt und können dort nachgelesen werden. Abschluss mit Facharztprüfung. Tätigkeit:
Fachärzte für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sind in der Regel entweder an Psychosomatischen Kliniken oder an Reha-Kliniken tätig, wo sie neben der ärztlich-psychotherapeutischen Tätigkeit ärztliche Untersuchungen durchführen und rehabilitative Aufgaben wahrnehmen, oder sie sind in eigener Praxis niedergelassen, in der das Hauptaufgabengebiet in der Vertragspsychotherapie unter psychosomatischen Gesichtspunkten besteht. Mit Abschluss ihrer Facharztqualifikation (nach also mindestens insgesamt 11 Jahren Ausbildung) sind sie berechtigt, über die Kassenärztliche Vereinigung die "Kassenzulassung" für alle gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten. Für private Krankenkassen haben sie die Zulassung bereits nach Abschluss des Medizinstudiums automatisch erworben. Grundsätzlich sind alle Ärzte berechtigt, Medikamente, Heilmittel und Physiotherapie zu verordnen, als auch eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.

Arzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie