Therapiezentrum Ober-Ramstadt

Arztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Jan  Schuhmacher  und  Kollegen


Arzt für Psychotherapie darf sich nennen, wer eine Zusatzqualifikation im Sinne eines Zusatztitels erworben hat. Der Zusatztitel kann von verschiedenen Facharztgruppen als Qualifikation erworben werden, zum Beispiel von Kinderärzten, Frauenärzten, Allgemeinmedizinern oder Internisten. Bis 2005 durften Ärzte mit diesem Titel die gesamte Psychotherapie in ihrem vollen Spektrum praktizieren. Seit 2005, seitdem es eine neue Weiterbildungsordnung für Ärzte gibt, existiert für diesen Titel nur noch die sogenannte fachgebundene Psychotherapie, die es niedergelassenen Fachärzten erlaubt, innerhalb ihres Fachgebietes psychotherapeutisch tätig zu werden, wenn das Krankheitsbild mit ihrem Fachgebiet etwas zu tun hat. Ausbildung: Medizinstudium von mindestens 6 Jahren an einer Universität, Abschluss nach drittem Staatsexamen mit Approbation als Arzt. Die Ausbildung zum Zusatztitel kann in speziellen Ausbildungsinstituten oder berufsbegleitend stattfinden. Die Weiterbildungszeit ist nicht durch die Ärztekammern vorgeschrieben, allerdings haben die Ausbildungsinstitute ihre eigenen Bestimmungen. Die Weiterbildungsinhalte, die Stundenzahlen und Fallzahlen sind jedoch durch die Landesärztekammern bindend und exakt vorgeschrieben. In der Regel dauert die Ausbildung ca. 3 Jahre, was alleine durch die Dauer der Selbsterfahrung und permanente Balintgruppenarbeit zustande kommt. Die Ausbildung umfasst ebenso theoretische Anteile als auch Ausbildungsfälle unter Supervision. Viele Institute bieten eine dezidierte Abschlussprüfung an, die Ärztekammern prüfen hier nicht selbst, sondern lassen von Ihnen zur Weiterbildung ermächtigte Ärzte die Prüfungen durchführen. Tätigkeit:
Ärzte, die noch nach der alten Weiterbildungsordnung ihren Titel erworben haben, finden sich noch gelegentlich niedergelassen in eigener Praxis, in der sie ausschließlich Psychotherapie betreiben. Ärzte, die nach der neuen Weiterbildungsordnung 2005 ihren Titel erwarben, betreiben die fachgebundene Psychotherapie im Rahmen ihrer Facharztpraxis quasi als Nebenjob. Selten sind Ärzte mit Zusatztitel (und ohne Facharztanerkennung) in Kliniken beschäftigt. Grundsätzlich sind alle Ärzte berechtigt, Medikamente, Heilmittel und Physiotherapie zu verordnen, als auch eine eventuelle Arbeitsunfähigkeit zu attestieren.

Arzt für Psychotherapie