Therapiezentrum Ober-Ramstadt

Arztpraxis für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Jan  Schuhmacher  und  Kollegen

Behandlungsdauer Bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie werden eine Kurzzeittherapie von 25 Sitzungen und eine Langzeittherapie von 50 Sitzungen (Standard) unterschieden. Wenn zu Beginn der Behandlung zunächst eine Kurzzeittherapie von 25 Sitzungen beantragt wurde und sich dann im Verlauf herausstellt, dass das Stundenkontingent nicht ausreicht, um die relevanten Themen ausreichend zu bearbeiten, kann ein Antrag auf Umwandlung in eine Langzeittherapie von zusätzlichen 25 Sitzungen (also insgesamt 50) gestellt werden. Wenn während einer Langzeittherapie deutlich wird, dass die Standardstundenzahl von 50 Sitzungen nicht ausreicht, um alle für die Erkrankung wichtigen Lebensthemen zu besprechen, kann in einem weiteren Bewilligungsabschnitt noch einmal ein Kontingent von weiteren 30 Sitzungen beantragt werden. In seltenen Ausnahmefällen können bei schlüssiger Begründung ein letztes Stundenkontingent als endgültiger Bewilligungsabschnitt von 20 Sitzungen genehmigt werden. Die genehmigungsfähige Gesamtstundenzahl liegt also bei maximal 100 Stunden. Die Therapiedauer kann auch verkürzt werden, wenn der Therapeut und/oder der Patient zu dem Schluss kommen, dass die Bearbeitung der relevanten Themen ausgereicht hat, um von da an die Konflikte selbst, d.h. ohne weitere therapeutische Unterstützung zu meistern. Die einzelnen Sitzungen dauern jeweils 50 Minuten und schließen die Terminabsprache und Klärung von Formalitäten ein. Die Dauer der gesamten Therapie hängt letztendlich davon ab, ob die Sitzungen wöchentlich, 14-tägig oder sporadisch (wie es z.B. bei Schichtarbeitern häufig nicht anders machbar ist) stattfinden und ob es längere Unterbrechungen gibt. Als Minimum kann daher ein halbes Jahr bei einer Kurzzeittherapie angenommen werden (25 Sitzungen = 25 Wochen bei wöchentlicher Frequenz) Bei manchen privaten Krankenkassen gibt es Verträge mit 20 Sitzungen pro Kalenderjahr. Hier ist es bei Planung einer Langzeittherapie oft sinnvoll, eine 14-tägigen Rhythmus zu vereinbaren (wenn es das Krankheitsbild erlaubt). Eine Maximalstundenzahl ist in diesen Fällen meist nicht festgelegt. Welche Therapiedauer am Anfang beantragt wird, hängt von der Diagnose, der Schwere der Erkrankung, der Chronifizierung und dem daraus resultierenden Behandlungsplan ab, wird aber niemals über den Kopf des Patienten hinweg, sondern in einem offenen Dialog mit dem Therapeuten gemeinsam festgelegt.